25. September bis 30. Oktober.
Ausstellung im ORBIT, Königstor 33, 34117 Kassel.
Interventionen an diversen Standorte im Stadtraum.
Online-Ausstellung
Erkunde die Orte der NS-Verfolgung und des Rechtsterrorismus mit der interaktiven Karte, historischen Bildern und Hintergrundtexten.
Online-Ausstellung mit interaktiver Karte öffnenIn der Nazizeit überwachte die zentrale Gestapostelle in Kassel über 1 Mio. Einwohner und verfolgte aus rassistischen, politischen und weltanschaulichen Gründen mehr als 10.000 Menschen, von denen über 4.000 ermordet wurden. Die Gestapo benötigte dazu recht wenige Mitarbeiter, weil ihr nahezu der gesamte Staats- und Parteiapparat unterstützend zur Verfügung stand. Nach der Niederschlagung des NS-Staates setzte sich dessen menschenverachtende Ideologie in rechtsextremen Aktivitäten fort.
Mit temporären Interventionen in den Kasseler Stadtraum machen wir – Studierende der Architektur, Stadtplanung, visueller Kommunikation und des Produktdesigns der Universität und Kunsthochschule Kassel – exemplarische Strukturen und Orte der NS-Verfolgung und heutigen Rechtsextremismus sichtbar. Eine Ausstellung im ORBIT neben dem ehemaligen Polizeipräsidium am Königstor, einst Dienstsitz der Gestapo, gewährt einen Überblick über unsere Projekt „Netzwerke der NS-Verfolgung Kassel“ und bietet vertiefende Informationen.
Ausstellung im ORBIT
25. September bis 30. Oktober
Königstor 33, Kassel
Geöffnet mittwochs, 16:00 – 18.00, samstags, 15:00 – 18.00
Eintritt frei
Eröffnung mit Interventionen 1
Freitag, 25. September, 17.30
Eröffnung der Ausstellung im Orbit mit anschließender Einweihung von zwei Interventionen im Stadtraum zum Arbeiterziehungslager Breitenau und zum Zwangsarbeitslager Paul-von-Hindenburg-Schule (heute Jacob-Grimm-Schule)
Interventionen 2
Freitag, 02. Oktober, 17.00, Treffpunk mit Fahrrad Weserstr. 36 (Wesertor)
Wir erkunden gemeinsam mit dem Fahrrad die Interventionen an Orten von oft marginalisierten Verfolgten, von Sinti*zze, Christen und Freimaurern. Wir enden am Zwangsarbeiterlager Mattenberg (Kronenackerstraße 11, Oberzwehren). Redebeiträge von Carsten Huhn und Wilfried Siegner (angefragt)
Intervention 3
Freitag, 16. Oktober, 17.00, Wolfhager Str. 201
Einweihung der Intervention, welche neun Zwangsarbeitslager der Henschelwerk in Rothenditmold markieren.
Redebeiträge von N.N.
Intervention 4
Orte des Rechtsterrorismus
Samstag, 24.10., 15.00 Uhr, Treffpunkt Halitplatz (Nordholland) an der NSU-Gedenktafel
Begehung von mehreren Orten in der Kasseler Innenstadt, die seit 1990 Tatorte oder Infrastrukturen rechtextremer Aktivitäten waren. Wir enden am Kulturbahnhof.
Redebeiträge von, Oberbürgermeister Sven Schoeller, Mobiles Beratungsteam Hessen und Angehörigen der Opfer (angefragt)
Finissage
Freitag, den 30. Oktober, 18:00
Orbit, Königstor 33, Kassel
Studierende: Elisabeth Eckart, Martina Gröger, Surya Kugachandran, Jara Lee Bielefeld, Timo Päschke, Charlotte Paulzen, Mikael Roushani Zafaranlu, Paula Terwort, Lara Tošić, Charlie Warszawa
Lehrende: Marco Fiedler, Philipp Oswalt, Conny Weckmann
Ein Projekt der Universität Kassel und der Kunsthochschule Kassel in Kooperation mit der Initiative Gedenkort Polizeipräsidium Königstor e.V.