Ausstellung im ORBIT, Königstor 33, 34117 Kassel
Interventionen an diversen Standorte im Stadtraum
Eröffnung: Donnerstag 27. August, 18 Uhr
Öffnungszeiten der Ausstsellung und Dramaturgie der Interventionen in Klärung.
In der Nazizeit überwachte die zentrale Gestapostelle in Kassel über 2 Mio. Einwohner und verfolgte aus rassistischen, politischen und weltanschaulichen Gründen mehr als 10.000 Menschen, von denen über 4.000 ermordet wurden. Die Gestapo benötigte dazu recht wenige Mitarbeiter, weil ihr nahezu der gesamte Staats- und Parteiapparat unterstützend zur Verfügung stand. Nach der Niederschlagung des NS-Staates setzte sich dessen menschenverachtende Ideologie in rechtsextremen Aktivitäten fort.
Mit temporären Interventionen in den Kasseler Stadtraum machen wir – Studierende der Architektur, Stadtplanung, visueller Kommunikation und des Produktdesigns der Universität und Kunsthochschule Kassel – exemplarische Strukturen und Orte der NS-Verfolgung und heutigen Rechtsextremismus sichtbar. Eine Ausstellung im ORBIT neben dem ehemaligen Polizeipräsidium am Königstor, einst Dienstsitz der Gestapo, gewährt einen Überblick über unsere Projekt „Netzwerke der NS-Verfolgung Kassel“ und bietet vertiefende Informationen.