Die Aufregung im Vorfeld war groß: Werden genug Menschen kommen? Wie wird die Stimmung sein? Wird das Wetter halten? Werden genügend helfende Hände da sein? Werden alle gut informiert, satt und glücklich nach Hause gehen?
Also, ohne zu viel zu verraten: Alles war super! (Bis auf den ergiebigen Regen in der zweiten Veranstaltungshälfte)
Zunächst: der „offizielle“ Teil
In ihren Beiträgen waren sich alle Redner*innen einig, dass das Gebäude mit Leben gefüllt werden solle (Bettina Dodenhoeft) und dass man eine gemeinsame Verantwortung für den Ort habe, ihn nicht der Vergessenheit anheim fallen zu lassen (Sven Hebestreit).
In seinem Festvortrag erläuterte der Kasseler Historiker Dietfrid Krause-Vilmar die Bedeutung des historischen Ortes anhand einiger Schlaglichter, die hier grob skizziert werden:
- Das System der Gestapo konnte nur mit den Denunziationen der Kasseler Bürger*innen funktionieren.
- Die Rechtsstaatlichkeit der Polizei war aus den Angeln gehoben.
- Die Gestapo trug wesentlich zur Aushöhlung und Zertrümmerung der rechtsstaatlichen Demokratie bei.
Das Gebäude – so Krause-Vilmar – sei eins der letzten Zeugnisse der Untaten des Nazistaates in Kassel. Daher sei es für die historisch-politische Bildung unverzichtbar, dass das Gebäude als Gedenkort erhalten bleibe.
Führungen im ehemaligen Polizeipräsidium
Die Führungen im ehemaligen Polizeipräsidium waren der Renner des Tages. Längst nicht alle Interessent*innen konnten an den Führungen teilnehmen, obwohl Philipp Oswalt im Stundentakt Führungen durch das Gebäude angeboten hatte.
Schön war, dass auch die Medien an der Begehung des Hauses interessiert waren. Im Ergebnis gab es eine ausführliche Bilddokumentation in der HNA und eine Bericht auf der Website der Hessenschau und im Instagram-Kanal der Hessenschau.
Versteigerung von Plakaten
Spaß, gute Laune – und etwas Geld in die Vereinskasse – brachte die Versteigerung der Plakate der Ausstellung „Gewahrsam“. Wir hoffen, dass die Plakate ein gutes neues Zuhause gefunden haben.
Und sonst so?
Viele Initiativen nutzten die Gelegenheit sich zu vernetzen und auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Dann gab es natürlich die Künstler*innen, die mit ihren Beiträgen das Fest bunt gemacht und bereichert haben.
Und – last but not least – hatten viele helfende Hände für kulinarische Leckerbissen gesorgt, so dass keine und keiner vorzeitig das Fest verlassen musste, nur weil der Magen knurrte.
Allen, die dieses wirklich schöne Fest ermöglicht haben: Herzlichen Dank! Ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen!
Impressionen vom Fest



















